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04. März 2018

Mit Vaters Fussballgenen ausgerüstet

Text und Bild von Alois Züger

Was ihr Vater in der Frauenfussball-Abteilung des FC Lachen-Altendorf lanciert hat, setzt Tochter Andrea Lang-Wichert fort.

az. Der Name Hermann Wichert war in den Fünfzigerjahren in der regionalen Fussballszene ein Begriff. Der filigrane Mittelfeldstratege sorgte mit der damaligen ersten Mannschaft des FC Lachen, in welcher Namen wie Karl „Aschi“ Anderhalden, Thomas Bruhin, Beny Weizenegger, Beny Benz uvm. bei den älteren Fussballanhängern heute noch nachhallen, auf dem Platz an der St. Gallerstrasse für Begeisterung. Zeigte die erstgeborene Wichert-Tochter kein grosses Sportinteresse, waren Vaters Fussballgene beim Sohn und der jüngeren Tochter ausgeprägt. Hermann Juniors Talent reichte für verschiedene Juniorenauswahlen, ehe er beruflich begründet, den Fussballsport aufgab.

Fast mit dem Ball geboren
Tochter Andrea zeigte in frühester Jugend die vererbten Gene. Unermüdlich mit der Bubenschaft aus dem halben Dorf im Garten am Ball, erfüllte dies die Nachbarschaft nicht immer mit eitel Freude. Mit Bruder „Mäni“ im Team ging es an den Lachner Grümpis in die ersten Wettkämpfe. Und als dann aus zwei Mädchen-Grümpiteams eine richtige Mannschaftbildung möglich wurde, konnte Vater Hermann dem Drängen seiner Tochter zur Gründung eines Damenteams nicht mehr widerstehen. Nach Rücksprache mit dem damaligen FC-Präsidenten Werner Schnellmann wurde 1975 das erste selbständige Frauenteam unter Leitung von Vater Hermann Wichert gegründet. Dieser amtete gleichzeitig auch als Trainer. Zehn Jahre lang blieb diese Form bestehen, ehe dann die Damenabteilung in der Obmann- und Trainer-Ära Paul Christen (1981-1987) in den Fussballclub integriert wurde. Als Captain konnte Andrea Wichert zusammen mit Obmann Christen für die Trainernachfolge Hardy Lang gewinnen. Aus Liebe zu dieser Teamleaderin, die er 1988 heiratete, konnte er das Engagement nicht ausschlagen. Das Leiterpaar Lang-Wichert arbeitete sehr erfolgreich zusammen. Die Erfolgsspirale führte das Team bis in die höchste Liga, die Nationalliga A.

Kaum Fussballpausen
Natürlich ging die aktive Fussballkarriere von Andrea Lang-Wichert irgendwann zu Ende. Aber eine allzu grosse Fussballpause kam für die Vollblut-Fussballerin nicht in Frage. Selbst in den Babypausen (1991 und 1994) liess sie das Fussballgeschehen im Verein nicht ganz los. Als Obfrau, Vorstandsmitglied oder OK-Mitglied 75-Jahr-Jubiläum FCL übte sie Funktionstätigkeiten aus. Die ersten Fussballerlebnisse ihrer Jungs im FC wollte sie dann aber nicht verpassen und machte so erstmals so etwas wie Pause. Bald war sie aber wieder als Trainerin auf dem Platz. Ihr Einsatz zugunsten des Vereins trug ihr wie ihrem Mann verdientermassen die Ehrenmitgliedschaft ein. Aber es gab deswegen kein Ausruhen.

Aktuell trainiert sie zusammen mit ihren beiden Söhnen, die beide auch das Trainer C-Diplom besitzen, erfolgreich die zweite Frauenmannschaft des FCLA. Kommt hinzu, dass der jüngere Sohn eben erst zum Schiedsrichter promoviert wurde. Ein weiterer Höhepunkt in der doch wohl genbedingten Wichert-Fussballgeschichte.

andrea wichert2

Porträt
Andrea Lang-Wichert
Geburtsdatum: 10. Februar 1961
Wohnort: Lachen
Zivilstand: Verheiratet mit Hardy Lang, 2 Söhne
Berufliche Ausbildung: Soziologiestudium, KV
Sportliche Ausbildung: Fussballtrainer C-Diplom
Hobbys: Fussball, Skifahren, Lesen, Sprachen
Stärken:  Zuverlässigkeit, Organisation
Schwächen: Prosecco

andrea wichert1

Interwiew:
az. In welchem Alter haben Sie mit Fussball begonnen?
alw. Mätschle wohl mit 7-8 Jahren. Der Ball war aber schon früher „mein Spielzeug“ und meistens am Fuss.

Durften Sie bei den Buben mitspielen?
Ja, Ja. Die waren froh, wenn sie mich in der Mannschaft hatten.

Die DFC-Gründung war doch sicher ein Erlebnis für Sie?
Ja, ein riesiges Erlebnis, und das wohl auch für meinen Vater.

Waren schnell genügend Spielerinnen für ein Team zusammen?
Eigentlich ja. Zu den zwei zusammengelegten Grümpiteams gesellten sich bald weitere Mädchen.

Wie haben Sie die Startzeit des DFCs erlebt?
Diese ist unvergesslich. Angefangen mit der Startniederlage an der St.Gallerstrasse mit 0:7 Toren gegen Thalwil. Und dann in der Folge zwei Jahre ohne Sieg!

Vater als Trainer?
Das war super. Er förderte Technik und Taktik. Und brauchte Geduld.

Ehemann als Trainer?
Problemlos. Wir waren und sind beide ehrgeizig.

Hatten Sie auch Verletzungen zu beklagen?
Ja etwas Weniges ist schon zusammengekommen. Nasenbeinbruch, Bänderzerrung, Knieluxation.

Trainerdiplome, Trainerstationen?
Fussballtrainer C-Diplom. Ich habe Mädchen- und Bubenteams (bis D) im FCLA trainiert.
Im Moment betreue ich mit meinen Söhnen (beide mit C-Diplom) das zweite Frauenteam im FCLA.

Gibt es spezielle Erinnerungen an Hochs oder Tiefs in Ihrer Karierre?
Der Aufstieg in die Nati A war sensationell. Hielt leider nur ein Jahr. Die Ehrung als Sportteam des Jahres im Kanton Schwyz machte mich stolz. Aufstiege waren immer erfreulich. Abstiege weniger. Ärgerlich stimmt mich immer noch ein (auf komische Art) verlorenes Aufstiegspiel in Locarno.

Noch eine andere Frage. Was halten Sie vom Videobeweis im Fussball?
Ich bin dafür. Es gibt aber wohl auch da noch Einiges zu klären.

 

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